Heatmap
Farbcodierte Matrix zweier kategorialer Achsen — macht Hotspots in einer Kreuztabelle auf einen Blick sichtbar.
Auch bekannt als: Wärmekarte, Hitzekarte, farbcodierte Kreuztabelle
Eine Heatmap legt die Zellen einer Kreuztabelle als Gitter aus und kodiert den Zellwert über die Farbintensität. Ohne Wertespalte zeigt jede Zelle die Häufigkeit der Kombination, mit Wertespalte den Mittelwert oder die Summe darin.
- Beide Achsen kategorial — die Reihenfolge der Kategorien ist frei und beeinflusst, welche Muster auffallen
- Sequenzielle Farbskala — hell nach dunkel für Größenordnungen; erst eine divergierende Skala mit neutraler Mitte eignet sich für Abweichungen nach oben und unten
- Leerzellen — Kombinationen ohne Daten müssen sich sichtbar von „Wert null" unterscheiden
Typische Anwendungen: Defekthäufigkeit nach Schicht × Linie, mittlere Bearbeitungszeit nach Standort × Auftragstyp. Die Stärke ist das Überblicken vieler Zellen gleichzeitig — dort, wo eine Tabelle mit Zahlen zu langsam zu lesen wäre.
Siehe auch
Verwendet in
Quellen
- Wilkinson, L. & Friendly, M. — The History of the Cluster Heat Map, The American Statistician 63 (2), 2009
- Few, S. — Show Me the Numbers: Designing Tables and Graphs to Enlighten, 2nd Edition, Analytics Press, 2012
- Tufte, E. R. — The Visual Display of Quantitative Information, 2nd Edition, Graphics Press, 2001