Isolinie (Konturlinie)

Linie konstanter Antwort in einem Konturdiagramm — ihr Abstand zeigt, wie stark ein Faktor wirkt.

Auch bekannt als: Konturlinie, Höhenlinie, Konturdiagramm, Isokontur

Eine Isolinie verbindet in einem Konturdiagramm alle Punkte mit demselben Wert der Zielgröße — wie die Höhenlinien einer Landkarte. Das Konturdiagramm ist damit die zweidimensionale Draufsicht auf eine Antwortfläche.

  • Enge Linien — steiler Gradient: eine kleine Faktoränderung verschiebt die Zielgröße stark
  • Weite Linien — flacher Gradient: der Faktor wirkt in diesem Bereich kaum
  • Geschlossene Konturen — ein lokales Optimum liegt innerhalb des dargestellten Bereichs
  • Sattelpunkt — die Linien laufen kreuzförmig zusammen: kein Extremum, sondern Maximum in einer und Minimum in der anderen Richtung
  • Gekrümmte statt paralleler Linien — Anzeichen für eine Wechselwirkung der beiden Faktoren

Berechnet werden die Linien meist mit dem Marching-Squares-Algorithmus über ein feines Raster der Modellgleichung. Acht bis zehn Stufen sind ein guter Kompromiss: weniger verschluckt feine Strukturen, mehr überzeichnet das Bild.

Siehe auch

Verwendet in

Quellen

  • Box, G. E. P. & Draper, N. R. — Empirical Model-Building and Response Surfaces, Wiley, 1987
  • Myers, R. H., Montgomery, D. C. & Anderson-Cook, C. M. — Response Surface Methodology, 4th Edition, Wiley, 2016