Linearität (MSA Verfahren 4)
Änderung des Bias über den Messbereich — misst das System an jedem Referenzpunkt gleich richtig?
Auch bekannt als: Linearitätsstudie, MSA Verfahren 4, MSA Typ 4, Linearitätsfehler
Linearität ist die Veränderung des Bias über den Arbeitsbereich eines Messsystems. Ein lineares Messsystem hat an jedem Referenzpunkt denselben — idealerweise verschwindenden — Bias. Ein nichtlineares System driftet: kleine Werte werden zu klein, große zu groß gemessen.
Bewertet wird über eine lineare Regression aller Einzel-Bias-Werte gegen den Referenzwert. Die Steigung ist der Linearitätsfehler, der Achsenabschnitt ein konstanter Offset über den gesamten Bereich.
Die Bezugsgröße ist entweder die Toleranz oder aus der laufenden Prozessstreuung. Ergänzend wird der größte Einzel-Bias als ausgewiesen und je Referenzpunkt ein Einstichproben-t-Test auf gerechnet.
Siehe auch
Verwendet in
Quellen
- AIAG — Measurement Systems Analysis (MSA) Reference Manual, 4th Edition, 2010
- VDA Band 5 — Mess- und Prüfprozesseignung, 3. Auflage, 2021
- Dietrich, E. & Schulze, A. — Eignungsnachweis von Prüfprozessen, 4. Auflage, Hanser
- Montgomery, D. C. — Introduction to Statistical Quality Control, 8th Edition, Chapter 8