Mischungsplan (Mixture Design)

Versuchsplan für Rezepturen, deren Komponenten sich zu 100 % summieren — die Anteile sind nicht unabhängig variierbar.

Auch bekannt als: Mixture Design, Mischungsplan, Simplex-Lattice, Simplex-Centroid, Rezepturplan

Ein Mischungsplan wird verwendet, wenn die Faktoren Komponentenanteile einer Rezeptur sind (Gew.-%, Vol.-%, Molanteile), die sich per Definition zu 100 % ergänzen. Das übliche vollfaktorielle oder CCD-Denken versagt hier, weil die Komponenten nicht unabhängig variiert werden können.

  • Simplex-Lattice-Plan — Gitter auf dem Simplex; Kombinationen wie (1, 0, 0), (½, ½, 0), (⅓, ⅓, ⅓)
  • Simplex-Centroid-Plan — reine Komponenten, alle Zweier-, Dreier-, …, alle Kombinationen zu gleichen Anteilen
  • Extreme-Vertices-Plan — mit unteren/oberen Schranken pro Komponente, für eingeschränkte Rezepturen

Siehe auch

Verwendet in

Quellen

  • Cornell, J. A. — Experiments with Mixtures: Designs, Models, and the Analysis of Mixture Data, 3rd Edition, Wiley
  • Scheffé, H. — Experiments with Mixtures, Journal of the Royal Statistical Society B, 20(2), 1958
  • Montgomery, D. C. — Design and Analysis of Experiments, 10th Edition, Chapter 11