Screening-Design
DoE-Plan mit dem Ziel, aus vielen Kandidaten die tatsächlich wirksamen Faktoren herauszufiltern — nicht zu optimieren.
Auch bekannt als: Screening, Screening-Versuchsplan, Sichtungsplan
Ein Screening-Design untersucht viele Faktoren gleichzeitig mit wenigen Versuchen, um die vitalen wenigen ("vital few") von den trivialen vielen ("trivial many") zu trennen. Ziel ist nicht das Optimum, sondern eine Reduktion der Faktoranzahl für nachgelagerte Optimierungs-Designs.
- Fractional Factorial 2ᴵᴵᴵᵏ⁻ᵖ — klassische Wahl mit 2 Stufen pro Faktor; kleine Anzahl Versuche, Haupteffekte vermischt mit Wechselwirkungen
- Plackett-Burman — sehr effizient für viele Faktoren (bis ~20) in Vielfachen von 4 Versuchen; ebenfalls nur Haupteffekte identifizierbar
- Definitive Screening Design (DSD) — 3 Stufen pro Faktor, erlaubt zusätzlich Krümmung und einzelne Zweifach-Wechselwirkungen zu erkennen; besonders bei mittelvielen (~6–12) Faktoren attraktiv
Siehe auch
Verwendet in
Im Algorithm-Lab
Quellen
- Montgomery, D. C. — Design and Analysis of Experiments, 10th Edition, Chapter 8
- Jones, B. & Nachtsheim, C. J. — A Class of Three-Level Designs for Definitive Screening in the Presence of Second-Order Effects, Journal of Quality Technology, 2011
- Kleppmann, W. — Versuchsplanung, 10. Auflage, Hanser