Stabilitäts-Studie (MSA Typ 6)

Prüft, ob ein Messsystem über Wochen oder Monate konstant bleibt — Referenzteil wiederholt auf einer Regelkarte gemessen, ergänzt um einen Drift-Test.

Auch bekannt als: Langzeit-Stabilität, MSA Typ 6, Stabilitätsanalyse

Die Stabilitäts-Studie (MSA Typ 6) ist die zeitliche Ergänzung zu den querschnittlichen MSA-Typen (Bias, Linearität, Gage R&R): ein einzelnes Referenzteil wird über einen längeren Zeitraum immer wieder mit demselben Messsystem gemessen. Die Messreihe wird als I-MR- oder x̄-R-Regelkarte dargestellt und auf zwei Arten geprüft — punktuelle Sonderursachen über die Nelson-Regeln und ein systematischer, schleichender Trend über einen linearen Drift-Test.

  • Kontrollgrenzen entweder aus einer Basis-Untergruppe der Studie selbst geschätzt (`from-study`) oder extern vorgegeben (`given`, z. B. aus einer vorherigen Kalibrierung)
  • Ampel-Verdikt — `stable` (keine Auffälligkeiten), `marginal` (vereinzelte Hinweise), `unstable` (≥ 3 Nelson-Verletzungen oder starker Trend)
  • Ein Referenzteil pro Studie — mehrere Referenzteile werden über mehrere Typ-6-Instanzen nebeneinander abgebildet, nicht in einer Studie gemischt

Siehe auch

Verwendet in

Im Algorithm-Lab

Quellen

  • AIAG — Measurement Systems Analysis Reference Manual, 4th Edition (MSA-4)
  • Robert Bosch GmbH — Qualitätsmanagement in der Bosch-Gruppe, Heft 10: Fähigkeitsuntersuchung von Messsystemen
  • Nelson, L. S. — Technical Aids: The Shewhart Control Chart — Tests for Special Causes, Journal of Quality Technology, 16(4), 1984