Teile-Variation (Part Variation, PV)
Streuung zwischen den Teilen selbst — sollte in Gage R&R die Messsystem-Streuung dominieren.
Auch bekannt als: PV, Part Variation, Teile-zu-Teile-Streuung, Prozess-Streuung
Die Teile-Variation (Part Variation, PV, auch Part-to-Part) beschreibt die Streuung, die aus den tatsächlichen Unterschieden zwischen den in einer Gage R&R-Studie ausgewählten Teilen kommt — also der Prozess-Streuung, nicht der Messsystem-Streuung.
Ein gutes Messsystem zeigt einen hohen PV-Anteil und einen kleinen GRR-Anteil — das heißt: was das Messsystem misst, ist tatsächlich der Prozess, nicht sein eigenes Rauschen. Dominiert dagegen die Messsystem-Streuung, ist die Studie nicht aussagekräftig.
- Teile müssen die relevante Prozessspanne abdecken — nicht alle nahe am Mittelwert
- Zu enge Teilespanne → PV klein, %GRR künstlich groß, ndc niedrig
- Randomisierte Reihenfolge und blinde Prüfer sind Pflicht, um PV sauber zu trennen
Siehe auch
Verwendet in
Im Algorithm-Lab
Quellen
- AIAG — Measurement Systems Analysis Reference Manual, 4th Edition (MSA-4), Chapter 4
- Wheeler, D. J. — EMP III: Evaluating the Measurement Process, SPC Press
- Montgomery, D. C. — Design and Analysis of Experiments, 10th Edition, Chapter 14