Wiederholbarkeit (Repeatability)
Präzision unter engsten Bedingungen: gleicher Bediener, gleiches Gerät, gleiches Teil, kurze Zeit.
Auch bekannt als: Repeatability, EV, Equipment Variation, Wiederholstreuung, Gerätestreuung
Die Wiederholbarkeit ist die Streuung, die entsteht, wenn dieselbe Person mit demselben Messgerät dasselbe Merkmal an demselben Teil in kurzer Zeitspanne mehrfach misst. Sie beschreibt die reine Gerätestreuung — also alles, was das Messsystem an Zufallsstreuung mitbringt, ohne dass Bediener, Zeit oder Teil variiert werden.
In der MSA Typ 1 wird die Wiederholbarkeit an einem einzigen Referenzteil geprüft und mit Cg bzw. Cgk gegen die Toleranz normiert. Ein niedriger Cg (< 1,33) zeigt bereits schlechte Wiederholbarkeit — dann lohnt sich eine anschließende Gage R&R-Studie nicht.
- Ursachen: elektronisches Rauschen, mechanisches Spiel, Ablesungenauigkeit, thermische Drift auf Zeitskala einer Serie
- Kein Bediener-Einfluss enthalten (das ist Reproduzierbarkeit)
- Kein Teil-zu-Teil-Anteil enthalten (das ist Part-to-Part-Variation)
Siehe auch
Verwendet in
Im Algorithm-Lab
Quellen
- DIN ISO 5725-2: Genauigkeit (Richtigkeit und Präzision) von Messverfahren und Messergebnissen — Teil 2: Grundlegende Methode zur Bestimmung der Wiederhol- und Vergleichpräzision
- AIAG — Measurement Systems Analysis Reference Manual, 4th Edition (MSA-4), Chapter 4
- VDA Band 5 — Prüfprozesseignung, 3. Auflage