Zufallsursache (Common Cause)
Natürliche, unvermeidbare Streuung eines Prozesses aus vielen kleinen Einflüssen — dem System eigen, nicht einer Einzelquelle zuordenbar.
Auch bekannt als: Common Cause, Chance Cause, Systemstreuung, natürliche Streuung
Eine Zufallsursache (Common Cause, Chance Cause) ist Teil der inhärenten Prozessstreuung: unzählige kleine Schwankungen (Materialtoleranzen, Vibrationen, Ableseungenauigkeiten), die zusammen die natürliche Verteilung um die Mittellinie erzeugen.
- Prozess „in statistischer Kontrolle“ — Streuung besteht nur aus Zufallsursachen; Regelkarte zeigt zufälliges Muster innerhalb der Grenzen
- Reduzierbar nur durch Systemänderung — anderer Prozess, neues Equipment, besseres Design — nicht durch Nacharbeit oder mehr Prüfung
- Verwechslungsgefahr — Zufallsstreuung sieht nach Ursache aus, ist aber keine (Overreaction / Tampering)
Siehe auch
Verwendet in
Im Algorithm-Lab
Quellen
- Shewhart, W. A. — Economic Control of Quality of Manufactured Product, 1931
- Deming, W. E. — Out of the Crisis, MIT Press, 1986
- Wheeler, D. J. — Understanding Variation: The Key to Managing Chaos, 2nd Edition, SPC Press