Effektivität mit Wilson-Score-KI
effektivitaet — Anteil korrekter Klassifikationen mit wilson-konfidenzintervall.
Beschreibung
Die Effektivität eines Prüfers in MSA Typ 5 ist der Anteil seiner Einzel-Bewertungen, die mit der Referenz (Kunde oder konsens-fallback) übereinstimmen. Für die Konfidenzintervall-Berechnung nutzt DMAIC.io das Wilson-Score-Intervall statt der klassischen Wald-Näherung: bei Anteilen nahe 0 % oder 100 % (also genau dort, wo attributive Prüfergebnisse üblicherweise liegen) liefert Wilson eine deutlich bessere Abdeckungswahrscheinlichkeit — und ohne die Wald-typische Situation, dass Intervall-Ränder ins Unphysikalische (< 0 oder > 1) rutschen. Anwendbar auf jede Rate: effektivitaet, miss-rate, false-alarm-rate, Wiederholbarkeit.
Formeln
Annahmen
- Bernoulli-Versuche: jede Bewertung ist unabhängig entweder korrekt oder falsch
- Konstante Rate p über alle Bewertungen desselben Prüfers
Einschränkungen
- Bei n < 5 ist auch das Wilson-Intervall grob — dann exaktes Clopper-Pearson-KI in Betracht ziehen
- Symmetrische Rundung im UI kann bei p = 0 bzw. 1 den Eindruck erwecken, das KI sei ein Punkt
Referenzen
- Wilson, E. B. (1927) — Probable inference, the law of succession, and statistical inference, JASA 22(158)
- Agresti, A. & Coull, B. A. (1998) — Approximate is better than "exact" for interval estimation of binomial proportions, The American Statistician 52(2)
- Brown, L. D., Cai, T. T. & DasGupta, A. (2001) — Interval estimation for a binomial proportion, Statistical Science 16(2)